AKTIENANALYSEN VON A - Z

Wie kannst du Vermögen aufbauen ?
Du wirst in den wenigsten Fällen “schnell Geld verdienen” wenn du in Aktien investierst. Erfolgreiche Investoren denken langfristig.
Steigende Unternehmensgewinne sowie damit einhergehend steigende Kurse und Dividenden ins unser Ziel !
Investiere systematisch. Setze nicht alles auf eine Karte.
Die Aktienanalysen von Aktieninvestor sollen dabei ein Denkanstoß sein ​

Gliederung

1. Allgemeines und Vorwort
2. Suche nach soliden Unternehmen
3. Detailrecherche
4. Aktien auf die Wachtlist setzen
5. Fundamentalanalyse
6. Kostenlose Checkliste Aktienanalyse
7. Chartanalyse
8. Wie zuverlässig ist die Chartanalyse
9. Fazit zu Aktienanalysen
1. Vorgehensweise bei der Aktienanalyse – so findest du die besten Aktien !
Der Artikel soll dir helfen ein Unternehmen besser zu verstehen. An den Börsen sind zehntausende Unternehmen gelistet. Finanzwebseiten, Blogger, Analysten oder Fachzeitschriften haben unzählige Tipps parat welche Aktien denn bald steigen werden. Nach mehreren Jahren des Tradens kam ich zum Entschluss nur noch in solide Aktienwerte zu investieren. In Unternehmen die Umsätze und Gewinne nachhaltig steigern. Steigt der Unternehmenswert so steigt in den meisten Fällen auch der Aktienkurs – und genau das ist der Ansatz dafĂĽr erfolgreich Aktien zu kaufen. ​
2. Suche nach soliden Unternehmen !
Du filterst mit einem Aktienscreener z.B. Guidants, Aktienfinder, Traderfox aus tausenden von Aktien die Titel heraus, die in den vergangenen Jahren auch profitabel waren. Wähle z.B. einen Filter aus wie “Umsatzwachstum 5 Jahre / mindestens 3% pro Jahr” und “Gewinnwachstum 5 Jahre / mindestens 3% pro Jahr.” Zusätzlich kann man noch eine bestimmte Branche filtern die man fĂĽr interessant hält. Vielleicht hast du Ambitionen aus deinem beruflichen Umfeld zu einem bestimmten Industriezweig, einer Branche die du bevorzugst. Dies kann dir helfen ein Unternehmen besser zu verstehen.
3. Detailrecherche – grenze die Anzahl der Aktien auf ein Minimum ein !
Wenn du aus tausenden Aktien eine Anzahl von 20 – 30 StĂĽck herausgefiltert hast, kann du mit der Detailrecherche beginnen. Sie dir in einem Diagramm kurz Umsatz, Gewinnentwicklung, Dividendenrendite, das KGV und den Aktienchart an. Findest du vielleicht auffällige Drawdowns ? Dann untersuche was bei diesem Unternehmen passiert ist.
Verlasse sich nicht auf Andere ! Das ist eine Grundvoraussetzung. Jede Aktienanalyse ist auch in gewisser Weise abhängig von der Meinung des Autors. Marktteilnehmer legen allesamt den Preis einer Aktie durch Angebot und Nachfrage fest. Man setzt also voraus, dass gemäß der Markteffizienzhypothese im aktuellen Aktienkurs bereits alle Umstände eingepriesen sind, die am Markt verfügbar sind. Die Aktienanalyse soll dir selbst helfen das Unternehmen zu verstehen. Du kannst dir mit einer Aktienanalyse ein Bild davon machen, ob eine Aktie überbewertet oder unterbewertet ist.
4. Setzte die vorselektierten Aktien auf deine Watchlist !
Setze dir eine vorselektierte Auswahl von Aktien auf deine Watchlist und beginne damit, eine Aktienanalyse jeder einzelnen Aktie zu erstellen. Bestenfalls hast du dir bereits ein Handout als Vorlage erstellt in dem du für dich relevante Dinge einträgst.
Die können neben Fundamentaldaten auch Stichpunkte zum Geschäftsmodell, zu den verschiedenen Unternehmenssektoren und Kursziele sein. Eine Swot Analyse kann dir helfen, dass Unternehmen für dich selbst auf einen Blick kurz darzustellen.
Aber vorsicht – Kennzahlen sind alleine nicht aussagekräftig !
5. Fundamentalanalyse – schau dir die einzelnen Unternehmen genauer an !
Für die Fundamentalanalyse benötigst du einige Kennzahlen. An erster Stelle stehen natürlich Umsatz, Gewinn und bei Immobilienaktien oder Holdings der Net Asset Value. Trage dir die Daten zuerst in eine Übersicht ein. Erstelle dir ein Muster und gliedere nach:
  • Geschäftsmodell
  • Geschäftsbereiche
  • Umsatz und Gewinn
  • Finanzieller Stabilität
  • Rating
  • Chartanalyse
  • Swot Analyse
  • Investmentcase
  • Fazit
Hast du alle Daten zusammengetragen ? Nimm jeweils auch 2 verschiedene Quellen und überprüfe deine Daten auf Plausibilität. Ich habe festgestellt, dass z.B. bei Kennzahlen wie dem KBV, KUV usw. auch verschiedenen Webseiten unterschiedliche Zahlen stehen!
6. Kostenloser Download: Checkliste zur Aktienanalyse:
7. Chartanalyse âś“ technische Analyse âś“ Sieh dir das Chartbild genauer an !
Die Chartanalyse ist ein Teil der Aktienanalyse. Sie stellt Marktbewegungen optisch dar. Ein Chart sagt manchmal viel mehr aus als die Fundamentaldaten. Du kannst anhand der Chartanalyse zu einer gewissen Wahrscheinlichkeit weitere Marktbewegungen vorhersagen. Bei der technischen Analyse gibt es jede Menge Trading-Signale.
Beispiele fĂĽr Trading-Signale:
  • Ausbruch des Aktienkurses auf ein neues 52-Wochen hoch
  • Abprallen des Kurses an markanten Widerständen oder UnterstĂĽtzungen
  • Durchbruch einer Trendlinie im Aufwärts- oder Abwärtstrend​
Sieh dir zunächst den Langfrist-Chart der Aktie an.
  • Gab es markante Punkte an denen die Aktie stark gestiegen oder gefallen ist ? Diese werden als DRAWDOWNS oder UP-GAPS bezeichnet.
  • Recherchiere warum ?
  • Liegt vorherrschend ein Aufwärtstrend oder ein Abwärtstrend vor ? Kaufe nie einen fallenden Apfel, es sei denn du besitzt Informationen die die Marktteilnehmer noch nicht haben !​
Beispiel einer Chartanalyse – Widerstandszone: rot, UnterstĂĽtzungszonen: grĂĽn. Gleitende Durchschnitte EMA 50 und EMA 200. Chartanalysen sind hilfreich, ersetzen aber nicht den Check der Fundamentaldaten ​
Am Beispiel der Chartanalyse siehst du die beiden grünen Unterstützungszonen im Bereich von rund 3,75 Euro sowie im Bereich von 4,20 Euro. Unterstützungszonen sind markante Punkte die der Aktienkurs nach Möglichkeit nicht nach unten durchbrechen sollte. Widerstandzonen sind widerum Bereiche an denen der Kurs schon mehrfach abgeprallt ist. Wenn ein Aktienkurs eine Widerstandszone auf Tageskursbasis durchbricht, so ist das aus technischer Sicht ein Kaufsignal. ​
8. Wie zuverlässig ist die Chartanalyse ?
Deine Anlageentscheidung sollte sich keinesfalls alleine auf die technische Analyse stützen. Aktien steigen nämlich nicht permanent von alleine wenn das Unternehmen nicht auch Umsatz und Gewinn steigert. Man kann ganz klar sagen, dass die Charttechnik ein sehr hilfreiches Instrument ist die aktuelle Marktstimmung zu erfassen. Wenn du gute Aktien für dein Depot suchst, so musst du dich mit der Fundamentalanalyse auseinander setzen. Eine Studie der Universität Iowa untersuchte bestimmte Chartformationen wie die Kopf-Schulter-Kopf Formation.
Die Universität Iowa untersuchte Chartformationen in dieser Studie:
“Price Trends and Patterns in Technical Analysis: A Theoretical and Empirical Examination”
Das Ergebnis ergab, dass sich häufig verwendete Formationen statistisch nicht öfter wiederholen und somit die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinntrade nicht erhöhen.
Die Charttechnik ist kein Garant dafĂĽr Aussagen ĂĽber die zukĂĽnftige Kursentwicklung zu treffen. Eine professionelle Aktienanalyse muss immer Fundamentaldaten mit einbeziehen.
9. Fazit zu Aktienanalysen
Aktienanalysen sind unerlässlich wenn du ein gutes Depot aufbauen möchtest ! Du kannst ein Unternehmen nur beurteilen wenn du es kennst. Verlass dich nicht auf “Fachleute” sondern betreibe dein eigenes Research. Studiere die Investor-Relations Seiten des Unternehmens. Schau dir den langristigen Kursverlauf an. Suche nach Auffälligen Chartpunkten mit hohen Drawdowns oder Up-Gaps. Wähle Aktien fĂĽr dein Depot so aus als mĂĽsstest du sie mehrere Jahre halten. Pfeif auf schwache Marktphasen, wirf deine Papiere nicht auf den Markt und verliere die Nerven. Ein Börsencrash oder Bärenmärkte sind ein Teil des Ganzen. Wenn du dich intensiv mit dem Unternehmen beschäftigt hast, dann musst du nicht in Panik verfallen.
Howard Marks
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